WEBSPACE
Am Anfang aller Planungen steht eine Prognose über den ungefähren Umfang Ihrer Webseite. Dabei handelt es sich um das addierte Volumen aller Daten, welche für die Darstellung Ihrer Seiteninhalte notwendig sind. Dieses Volumen aller Dateien (beispielsweise Texte, Programmiercode oder Skripte, kleine Datenbanken oder Tabellen, Grafiken oder Bilder) muss der Provider auf seinen Servern speichern und Ihnen dafür den sogenannten Webspace zur Verfügung stellen. Der Webspace ist einer der wesentlichen Faktoren, welche die Höhe der Kosten für ein Webhosting-Paket bestimmen.
Eine simple Homepage mit weniger aufwendigen Inhaltsangeboten und wenig Downloads kann locker mit 10 MByte auskommen, umfangreiche Auftritte benötigen entsprechend mehr. Wenn Sie hochauflösende Urlaubsbilder im Großformat oder gar Urlaubsvideos zum Download oder Streaming zur Verfügung stellen wollen, dann steigen die Anforderungen an die Speicherkapazität schnell an. Faustregel: für ein Urlaubsfoto in hoher Auflösung kalkulieren Sie mit 2 MByte. Videosequenzen kommen, je nach Kompression, auf ein Vielfaches pro Minute.
Die richtige Auswahl der Speicherkapazität ist bei sehr umfangreichen Inhalten häufig ein evolutionärer Prozess. Aber das Upgrade auf ein größeres Webhosting-Paket mit mehr Webspace (und höheren Tarifpreisen) wird immer problemlos möglich sein, während der Umstieg von einer hohen auf einen niedrigeren Tarifpreis erst nach Ende der Laufzeit oder gegen Ausgleichszahlung möglich ist.
TRANSFERVOLUMEN
Das Transfervolumen oder Datentransfervolumen bezeichnet die Menge der übertragenen Daten in einem bestimmten Zeitraum und wird auch Traffic genannt. Bei vielen Webhosting-Paketen wird das Volumen auf monatlicher Basis erfasst bzw. abgerechnet. Das ist der zweite wichtige Parameter neben der Speicherkapazität (dem Webspace). Es bezeichnet den Gesamtumfang der von Ihrer Internet-Seite zum Besucher übertragenen Daten. Je höher das Datentransfervolumen, desto höher das Entgelt für den Datendienst durch den Anbieter.
Unterschätzen Sie das Transfervolumen besser nicht. Nehmen wir an, Sie bieten auf Ihrer Homepage keine Downloads an und die Daten zur Seitendarstellung haben nur ein Volumen von insgesamt 1.500 KByte. Wenn im Monat 230 Besucher auf Ihre Webseite kommen, dann können Sie auf ein monatliches Transfervolumen von knapp 350 MByte kommen. Aber nur wenige Urlaubsbilder verzehnfachen dieses Volumen ganz schnell. Hinzu kommen die kleinen Spione der Suchmaschinen, die jeden Tag Ihre Seite besuchen und Inhalte analysieren (also ebenfalls Daten übertragen und Traffic erzeugen). Das Minimum sollten deshalb 10 GByte sein. Eine zuverlässige Volumenschätzung ist für Web-Neulinge nahezu unmöglich. Sie hängt nicht nur vom Umfang Ihrer Webseite, sondern auch von der Bekanntheit im Internet ab.
WEBSPACE-VERWALTUNG
Zur Administration oder Verwaltung von Webspace-Dateien bzw. der dazugehörigen Sonderfunktionen bieten die jeweiligen Provider entsprechende Hilfsprogramme oder grafische Oberflächen an. Diese sollten direkt über den Browser funktionieren und sich an den Funktionsprinzipien des Windows Explorer orientieren, so dass man die wichtigsten Grundeinstellungen mit nur wenigen Klicks verwalten kann. Auch sollte man nicht gezwungen sein, eine zusätzliche Software zu installieren. Zu den wichtigsten Basisfunktionen gehören das
- hoch- und herunterladen.
- löschen.
- verschieben.
- kopieren.
- packen und entpacken
- umbenennen.
- ändern von Dateirechten.
Ein Indiz auf die Benutzerfreundlichkeit der Webspace-Verwaltung kann der generelle Eindruck der Internet-Präsenz des Providers sein. Werden die Angebote verständlich dargestellt? Finden sich viele Hilfstexte? Werden die Verwaltungsmöglichkeiten des Webspace ausführlich beschrieben? Wenn sich ein Provider Mühe bei der verständlichen Ansprache von Laien gibt, dann wird mutmaßlich auch die Verwaltung der Produkte entsprechend sein.
WEBDAV
WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) ist ein offener Standard zur Bereitstellung von Dateien über das Internet. Dabei fungiert der Webserver des Internet-Providers als ausgelagerte „Festplatte“ und wird von Windows prinzipiell wie ein an den Computer angeschlossenes Speichermedium behandelt. Auf diese sogenannte externe Online-Festplatte können Benutzer also wie auf eine lokale Festplatte zugreifen und Dateien oder ganze Verzeichnisse übertragen (freilich viel,viel langsamer als von einem USB-Stick oder gar einer lokalen Festplatte). Mit Hilfe einer solchen virtuellen Festplatte haben Sie aber grundsätzlich von unterwegs aus auf wichtige Daten Zugriff, so bald Sie einen an das Internet angeschlossenen Computer benutzen.
Die Kapazität der WebDAV Online-Festplatte ist begrenzt auf das Webspace-Volumen (und die Übertragung der Daten erhöht logischerweise das Datentransfervolumen). Viele Provider bieten WebDAV erst im Zusammenhang mit hochwertigen Wehosting-Paketen zu höheren Preisen an.