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Wie man einen Provider auswählt



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Schritt 1 von 4: Was will ich?

Zu Beginn sollten Sie ganz grob die wichtigsten Anforderungen an das Angebot festlegen. Diese Pflichtenliste ist die Grundlage für die richtige Auswahl des Anbieters. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Fragen zu Ihrem geplanten Internet-Auftritt. Falls Sie bei der Beantwortung der Fragen Hilfe benötigen, so empfiehlt es sich, einen im Internet erfahrenen Bekannten zu befragen oder – sofern Sie aus beruflichen/geschäftlichen Gründen eine Wahl treffen müssen – einen professionellen Internet-Berater zu konsultieren.

Aber es gibt auch Hilfe direkt im Internet: Auf der Webseite www.webberater.de können Sie versuche, online eine Beratung oder Antworten auf Ihre Fragen zu finden.
Am Anfang aller Planungen steht eine Prognose über den ungefähren Umfang Ihrer Webseite. Dabei handelt es sich um das addierte Volumen aller Daten, welche für die Darstellung Ihrer Seiteninhalte notwendig sind. Dieses Volumen aller Dateien (beispielsweise Texte, Programmiercode oder Skripte, kleine Datenbanken oder Tabellen, Grafiken oder Bilder) bestimmt die Kosten Ihrer Homepage mit. Weniger aufwendige Angebote kommen oft mit 1 MByte aus, umfangreiche Auftritte benötigen entsprechend mehr.

Ebenso hat das sogenannte Transfervolumen (Traffic) Einfluss auf die monatlichen Kosten. Das Transfervolumen bezeichnet den Gesamtumfang der von Ihrer Internet-Seite zum Besucher übertragenen Daten. Haben die Dateien Ihrer Homepage nur ein Volumen von 1.500 KByte und im Monat kommen 230 Besucher auf Ihre Webseite, dann haben Sie ein monatliches Transfervolumen von ca. 337 MByte. Wer jedoch nur 10 hochauflösende Urlaubsbilder online stellt, der verzehnfacht die Datenmenge problemlos. Zudem erzeugen die kleinen Spione der Suchmaschinen Traffic, die jeden Tag Ihre Seite besuchen und Inhalte analysieren (also ebenfalls Daten übertragen). Eine zuverlässige Volumenschätzung ist für Web-Neulinge nahezu unmöglich. Faustregel: Minimum sind 10 GByte. Denn der Traffic hängt nicht nur vom Umfang Ihrer Webseite, sondern auch von der Bekanntheit im Internet ab. Diese Bekanntheit entwickelt sich aus einer Vielzahl von möglichen Faktoren. Aus diesem Grund bieten einige Provider eine sogenannte Flatrate an. Der Provider hat eine Mischkalkulation und gewährt dem Kunden dabei ein unbegrenztes Transfervolumen. Damit sind Sie als Homepage-Betreiber zunächst immer auf der sicheren Seite. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie auch wieder in einen anderen Tarif oder zu einem andere Provider wechseln, der nach tatsächlichem Datenvolumen abrechnet (sofern Sie Ihren eigenen Traffic dann kennen). Damit können Sie Ihre Website ggf. günstiger  betreiben. Fragen Sie dann Ihren Provider deshalb nach späteren Upgrade- oder Wechsel-Möglichkeiten in den Tarifen.

Ein wichtiges Merkmal eines jeden Hosting-Angebots ist die E-Mail. Denn Ihre Internet-Adresse ist zugleich auch die Adresse für Ihren Briefkasten und Ihre elektronische Post (E-Mail). Zumindest ein E-Mail-Postfach sollte jedes Angebot standardmäßig ohne Aufpreis beinhalten. Neben der originären E-Mail-Adresse (zum Beispiel: max@musterseite.de) gibt es auch noch den sogenannte E-Mail-Alias. Der Alias ist eine Art Schein-Adresse. E-Mails an diese Adresse werden vom Sender unbemerkt in ein anderes Postfach weiter geleitet. Ein E-Mail-Alias ist vor allem für Firmen interessant, wenn verschiedene E-Mail-Adressen zu einem Mitarbeiter gehören. Grundsätzlich ist es aber für Firmen wie Familien gleichermaßen empfehlenswert, für jede real existierende Person ein elektronisches Postfach (im technischen Standard POP3) anzulegen. Unpersonalisierte Postfächer (zum Beispiel verkauf@firma.de)  können dagegen ganz einfach als Umleitung realisiert werden.
Fortgeschrittene Internet-Anwender bzw. größere Firmen arbeiten oft mit sogenannten dynamischen Inhalten. Dynamische Webseiten werden dargestellt, indem Inhalte aus im Hintergrund befindlichen Datenbanken miteinander verknüpft und abgebildet werden. Dazu benötigen Sie Skripte und/oder Datenbankanbindungen, die für den Laien nicht so einfach zu realisieren sind. Ambitionierte Anfänger, die sich in diese Materie einarbeiten möchten, sei die auf Visual Basic basierende ASP Skript Programmierung empfohlen. Ebenso leistungsfähig wie anspruchsvoll sind PERL Skripts, die im professionellen Internetbereich angewandt werden.

Abschließend sollten Sie sich noch Gedanken darüber machen, ob Sie auf Ihrer Internet Homepage besondere Dienste wie die laufende Übertragung von Videobildern (Videostreaming) anbieten möchten. Hierzu muss der Provider mit seinen Ressourcen auch in der Lage sein. Ein letzter wichtiger Punkt ist die Sicherheit: Haben Sie Bereiche auf Ihrer Webseite, welche die Eingabe von persönlichen Daten des Besuchers  anfordern. Dann sollten Sie diese Seitenbereiche mit der sogenannten SSL-Technik vor unerlaubtem Zugriff schützen. Auch hier empfiehlt sich die Beratung direkt beim Provider.

 

 



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